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Jetzt als Betriebsrat aktiv werden!
Den betrieblichen Qualifizierungsbedarf in Zeiten der Transformation ermitteln


Wer kann teilnehmen?
Das Seminar richtet sich an TeilnehmerInnen mit arbeitsrechtlichen Grundkenntnissen, die sich mit Personalentwicklung und Qualifizierungskonzepten in Zeiten der Transformation befassen.

Seminarinhalt
Die Anforderungen an eine nachhaltige Qualifizierungspraxis haben sich im Zuge der Diskussionen um die industrielle Transformation grundlegend verändert. Ausdruck dafür sind die Herausforderungen in der Automobilindustrie und die Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Das stellt die betrieblichen Akteure vor enorme Aufgaben, den gegenwärtigen und zukünftigen Qualifizierungsbedarf der Beschäftigten zu erfassen und zu reflektieren. Der Betriebsrat hat hierzu nicht nur ein umfassendes Beratungs- und Mitbestimmungsrecht im Betriebsverfassungsgesetz, sondern ihm steht auch das Instrument des „Tarifvertrag Qualifizierung“ der Metall- und Elektroindustrie zur Verfügung, indem für die Beschäftigten ein Anspruch auf ein Qualifizierungsgespräch verankert ist. In ihm soll gezielt der individuell notwendige Qualifizierungsbedarf erfasst und auch die Qualifizierungsmaßnahmen abgeleitet werden. Dies erfordert von den Unternehmen einerseits eine Systematisierung der Erfassung des zukünftig notwendigen Qualifizierungsbedarfs, anderseits resultiert daraus eine nachhaltige Weiterbildungsplanung, um den Transformationsanforderungen gerecht zu werden. Das hilft letztlich Beschäftigung zu sichern. Die betriebsverfassungsrechtlichen Möglichkeiten und auch der „Tarifvertrag Qualifizierung“ ermöglichen es dem Betriebsrat die Erfassung des Qualifizierungsbedarfs und die Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen mit dem Arbeitgeber auszuhandeln und dies in einer Betriebsvereinbarung festzulegen.
Ziel des Seminars ist es, sich einen Überblick über die Mitbestimmungs- und Regulierungsmöglichkeiten des betrieblichen Qualifizierungsbedarfs zu verschaffen und mögliche Instrumente zur Erfassung kennenzulernen. Ferner sollen Qualifizierungspraxis und mögliche Fahrpläne reflektiert werden, die in einer betrieblichen Regelung mit dem Arbeitgeber vereinbart werden können.

  • Bestandsaufnahme im Betrieb: „Die Situation unserer Qualifizierungspraxis“
  • Trends und Herausforderungen für die betriebliche Qualifizierung in Zeiten der industriellen Transformation und Digitalisierung
  • Die Qualifizierungsherausforderungen und die Rolle des Betriebsrates
  • Betriebliche Veränderungen und Anforderungen an die Qualifizierung
  • Aufgaben und Mitbestimmungsmöglichkeiten des Betriebsrates im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG):
    • § 80 BetrVG
    • § 92 BetrVG
    • § 96 bis 98 BetrVG
  • Tarifvertrag Qualifizierung und Instrumente zur Erfassung des betrieblichen Qualifizierungsbedarfs
  • Erfassung notwendiger betrieblicher Qualifizierungsbedarfe
  • Erfassung des individuellen Qualifizierungsbedarfs mittels Qualifizierungsgespräch
  • Betriebliche Maßnahmenplanungen aus den Ergebnissen der Qualifizierungsgespräche
  • Handlungs- und Regelungsmöglichkeiten des Betriebsrates zur Erfassung des betrieblichen Qualifizierungsbedarfs und die Weiterbildungsplanungen
  • Regelungspunkte in einer Betriebsvereinbarung und Umsetzung in die Praxis
  • Konsequenzen für die Projektarbeit im Unternehmen

Referent
Volker Ochs, Beratungsbüro für Organisationsentwicklung Saar- brücken, Experte für Personalentwicklung und Weiterbildung

Auch als firmeninternes Seminar möglich!


Termin
Ort
Seminar-
nummer
Hotel-
kosten*
Seminar-
gebühr**
Online-
Anmeldung

04.03.–06.03.2020
Altensteig-Berneck
920012 € 393,50 € 850,00 abgesagt

Freistellung nach § 37.6 BetrVG *inkl. MwSt.** zzgl. MwSt.